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FAQs - Fragen und Antworten Drucken

1) Obwohl die Heizung über den Sommer ausgeschaltet ist, laufen auf dem elektronischen Heizkostenverteiler in dieser Zeit Einheiten auf. Ist das Gerät defekt?

Elektronische Heizkostenverteiler werden bei ihrer Zulassung auf die Einhaltung der Anforderungen der DIN EN 834 geprüft. Dort sind unter anderem die Startbedingungen für den Zählbeginn definiert. Vergleichbar mit der Kaltverdunstung beim Heizkostenverteiler nach dem Verdunstungsprinzip können hohe Außentemperaturen auch beim elektronischen Heizkostenverteiler einen Anzeigefortschritt verursachen. Das bedeutet, die von der DIN vorgegebenen Startbedingungen sind in diesem Fall erfüllt und damit stellt das Verhalten keinen Mangel am Heizkostenverteiler dar.  

 

2) Mein Wärmezähler zählt zu viel. Im Vergleich zu meinen Nachbarn mit gleicher Wohnfläche habe ich einen erheblich höheren Verbrauch. Ist der Zähler defekt? 

Eichpflichtige Geräte durchlaufen vor dem Inverkehrbringen Eichprüfungen. Damit wird präventiv eine korrekte Messung sichergestellt. Für die ordnungsgemäße Funktion der Zähler ist jedoch auch ein korrekter Einbau unerlässlich. Sind diese Grundvoraussetzungen erfüllt und können andere Umstände wie z.B. ein nicht korrekt schließendes Heizkörperventil ausgeschlossen werden, beeinflusst letztendlich das individuelle Heizverhalten die Verbrauchsanzeige des Zählers.  Besteht dennoch begründeter Verdacht, dass das Gerät defekt ist, kann eine Befundprüfung bei einer staatlich anerkannten Prüfstelle Klarheit bringen.  

 

3) Bei den eichpflichtigen Messgeräten ist die Eichfrist abgelaufen. Für den Tausch der Geräte entstehen erhebliche Kosten. Warum können die Geräte nicht einfach weiter verwendet werden?

Messgeräte, die im geschäftlichen Verkehr verwendet werden, unterliegen der Eichpflicht. Die Eichordnung gibt eine Eichgültigkeitsdauer für Wärme- und Warmwasserzähler von 5 Jahren und für Kaltwasserzähler für 6 Jahre vor. Damit soll präventiv sichergestellt werden, dass durch Schmutzablagerungen im Zähler über den Zeitraum des Einsatzes die Messgenauigkeit nicht nachhaltig beeinflusst wird. Werden die Zähler danach nicht gegen neu geeichte ausgetauscht und weiter im geschäftlichen Verkehr verwendet, begeht man eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 10.000 EUR geahndet werden kann. 

 

4) In unserem Mietshaus weicht der Verbrauch laut Gesamtwasserzähler von der Summe der einzelnen Wohnungswasserzähler ab. Wie kann so etwas entstehen?

Um den Gesamtverbrauch an Wasser für ein Gebäude zu messen werden sogenannte Nassläufer-Wasserzähler eingesetzt. Diese sind so aufgebaut, dass das Flügelrad mit der Mess- und Anzeigeeinheit direkt verbunden ist und sich im Medium befindet. So werden auch kleinste Durchflussmengen registriert. Beim Wohnungswasserzähler hingegen ist das Flügelrad von dem Rollenzählwerk entkoppelt. Die Übertragung erfolgt über eine Magnetkupplung. Schleichmengen, wie sie bei tropfenden Wasserhähnen entstehen, können nicht erfasst werden. Der Gesamtwasserzähler misst also immer genauer als die Wohnungswasserzähler. Dadurch können Differenzen von bis zu 25-30 Prozent entstehen. 

 

5) Gemäß Eichordnung dürfen Wärmezähler-Temperaturfühler bei Neuinstallationen nur noch direkt tauchend montiert werden. Warum sind bei unserem Neubau dennoch Tauchhülsen verbaut?

Die Eichordnung besagt, dass „bei Neuinstallationen in Rohrleitungen kleiner oder gleich DN25 der Einbau kurzer Fühler nur direkt eintauchend vorzusehen“ ist. Gemäß den Übergangsvorschriften dürfen Geräte mit gültiger nationaler Zulassung bis zum Ablauf der Zulassung, spätestens aber bis zum 30. Oktober 2016 weiterhin entsprechend den bis zum 12. Februar 2007 geltenden Vorschriften eingesetzt werden. Das heißt Messgeräte mit nationaler Zulassung dürfen auch in der Neuinstallation mit Tauchhülse verbaut werden.

 

 

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